Geobasisdaten für kommunale Anwender

Wer vor 50 Jahren behauptet hätte, dass Geodaten eines Tages zu einem entscheidenden Standort- und Wirtschaftsfaktor werden würden, wäre sicher belächelt worden.
Im Informations- und Kommunikationszeitalter hat sich die Sachlage wesentlich verändert und die Frage nach den Möglichkeiten der Geodaten ist ein äußerst interessantes Diskussionsthema geworden. Dass nunmehr auch der Bundestag im Februar dieses Jahres die Themen Geoinformationssysteme und Geodaten debattiert hat, lässt schon insofern aufhorchen, als damit auch die höchsten politischen Repräsentanten die diesbezügliche gesellschaftliche Relevanz ausgemacht haben.
Es ist noch gar nicht so lange her, da waren Katasterkarten auf Papier oder Folie und Flurstücksnachweise in Listenform - noch niemand redete von Geodaten - für den Bürger und die Fachleute völlig ausreichend. Die technische Entwicklung im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung und der Informations- und Kommunikationstechnik entfaltete eine nie zuvor gekannte Dynamik.
Hinzu kam, dass die Interaktions- und Entscheidungsprozesse in der Gesellschaft und damit auch auf der kommunalen Ebene revolutioniert worden sind. Umweltaspekte und die Partizipation der Bürger und gesellschaftlicher Gruppen gewannen dabei immer größere Bedeutung. Entscheidungsprozesse entwickeln multidisziplinäre Dimensionen und mehr denn je sind Folgenabschätzungen vor der Durchführung von Maßnahmen vorzunehmen, die nur unter Einbeziehung möglichst aller relevanter Aspekte getroffen werden können.
Kommunale Verwaltung ist heute auch in kleinen Gemeinden eine komplexe Managementaufgabe, zu deren Erfüllung verlässliche Entscheidungsgrundlagen nötig sind. Die Rathäuser haben sich zu kommunalen Dienstleistungszentren gewandelt. Dem gegenüber waren auch die Vermesser gefordert: Aus knickerbockerbewehrten Geometern sind interdisziplinär denkende und handelnde Geodatenmanager(innen) und Kundenberater(innen) geworden.


aus: Zeitschrift für die Städte und Gemeinden für Stadträte, Gemeinderäte und Ortschaftsräte
Organ des Gemeindetags Baden-Württemberg bwgz 124. Jahrgang Ausgabe 08/2001, 30. April 2001



Wie erhalte ich die Geobasisdaten für meine Gemeinde?

  • Der Städte- und Gemeindebund hat mit dem Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz sowie den Katasterämtern 2002 einen Rahmenvertrag für die Kommunen geschlossen (siehe unten).
  • Dies bedeutet jede Kommune kann die Geobasisdaten für Ihr Gebiet kostenfrei bekommen.
    Sie sollten diese einmalige Chance nutzen.
  • Vorteile:
    • der Bedarf der Kommunen wird einheitlich geregelt
    • Wegfall von Verwatungsaufwand
    • keine Kosten für die einzelne Komune
    • einheitliche Geobasisdatenverfügbarkeit
    • Wegfall von Lizenzhemnissen beim Datenaustausch im öffentlichen Bereich
    • Mengenrabatt
  • Lesen Sie hierzu auch:
    • Gegenstand des Vertrags - Kommentierung - PDF-200 KB

Um welche Daten handelt es sich?
  • Es handelt sich um umfangreiche Daten unterschiedlichster Art (siehe z.B. Schaubilder rechts)
    Fordern Sie diese noch heute beim Katasteramt und beim LVermGeo an.
  • Lesen Sie hierzu auch das Dokument des Landesamtes für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz
    • Gesamtvertrag zur Übermittlung und Nutzung von Geobasisinformationen der Vermessungs- und Katasterverwaltung Rheinland-Pfalz - Überblick über die Daten - PDF- 2,5 MB
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Noch Fragen?

  • Wir unterstützen Sie bei der Beschaffung der Daten und bereiten Ihnen diese zum Gebrauch auf.
  • Es berät Sie Kommunal-GIS-Experte Jens Kügl
    Tel.: 0651.96626-0; email: j.kuegl@alta4.com

Datengrundlage: Geobasisinformationen der Vermessungs- und Katasterverwaltung Rheinland-Pfalz (Zustimmung vom 15. Oktober 2002)