Wer kennt das nicht: Sie erhalten Geodaten, die räumlich irgendwie nicht zu den bereits vorhandenen Daten passen. Was fehlt diesen Daten? Was muss man definieren, damit diese Daten einwandfrei und vollständig im Sinne der Rauminformation sind?
Zu dem Thema Projektionen und Koordinatensysteme ranken sich auch viele Begrifflichkeiten wie Gauß-Krüger, UTM, Ellipsoid, Datum, geografische und projizierte Koordinatensysteme und, und, und.

Am einfachsten ist die Handhabung der Daten, wenn alle Stützpunkte in einem einzigen Koordinatensystem vorliegen. In heutiger Zeit haben Geodaten aber meist unterschiedliche Ursprünge (und somit unterschiedliche Koordinatensysteme zugrundeliegend) wie z.B. terrestrisch- oder GPS-vermessene Daten. Hinzu kommt, dass für Deutschland über die INSPIRE-Richtlinie das Gauß-Krüger-Koordinatensystem durch das neue amtliche Lagesystem das Europäische Terrestrische Referenzsystem 1989 (ETRS89) in Verbindung mit der Universalen Transversalen Mercator (UTM)-Abbildung abgelöst wird. Die eigenen Daten müssen also bei Bedarf in das neue System überführt werden.
Für Sie als Anwender ist nun wichtig, was Sie bei der Nutzung von ArcGIS diesbezüglich beachten müssen, wie ArcGIS Sie unterstützen kann, was Sie an notwendigen Einstellungen vornehmen müssen damit Sie diese Unterstützung auch erhalten. Anwender, die international agieren kommen mit den unterschiedlichsten Koordinatensystemen in Berührung – wie kommen Sie an Informationen zu diesen Systemen und wie stellen Sie sicher, dass Geodaten zueinander passen.
Stellen Sie sich folgende Situation vor:
Ausgangslage:
Sie bekommen einen Geodatensatz, der angeblich zu Ihrem Bearbeitungsgebiet passt. Wenn Sie Ihn hinzu laden, liegt er aber völlig außerhalb dieses Gebietes.
Aufgabe:
Finden Sie heraus, in welchem System die Daten erhoben wurden.
Lösung:
Als ersten Hinweis nehmen Sie die angegebenen Koordinaten, die aus der Statuszeile ablesbar sind. Aufgrund der Koordinate stellen Sie das mögliche System ein und prüfen mit einem geeigneten Referenzdatensatz, ob die Lage Ihres Datensatzes mit dem des Referenzdatensatzes überein stimmt. Für künftige Arbeiten mit diesen Geodaten dokumentieren Sie entsprechende Informationen in den Metadaten.
Wenn Sie mehr zu diesem Thema lernen möchten, dann besuchen Sie die eintägige Schulung “Projektionen und Koordinatensysteme”
Die nächsten Termine
22.02.2013 in Stuttgart
01.02.2013 in Trier
25.02.2013 in Bremen
08.03.2013 in Trier
21.03.2013 in Hamburg
Buchen Sie gleich online